Namensherkunft

Der Stadtname geht auf die Flussverengung zwischen Québec und dem gegenüberliegenden Lévis zurück. In der Algonkin-Sprache steht das Wort Kebec für „dort, wo sich der Fluss verengt“. Die Algonkin selbst bezeichnen die Stadt seit jeher als Kephek, die weiter östlich ansässigen Mi'kmaq als Gepeg, wobei letzteres auch als „Engpass“ übersetzt werden kann. Gemäß einer weniger verbreiteten Theorie soll kepek eine Aufforderung der nördlich dieser Gegend lebenden Innu gewesen sein, Samuel de Champlain möge von seinem Schiff heruntersteigen.
Der Name Québec setzte sich zwar rasch durch, im Laufe der Jahre gab es aber zwei ernst gemeinte Vorschläge für einen anderen Stadtnamen. Champlain selbst schlug 1618 vor, die Stadt zu Ehren des französischen Königs Louis XIII. Ludovica zu nennen. Nach der Gründung der Kanadischen Konföderation im Jahr 1867 stand man vor dem Problem, dass die neue Provinz Québec gleich hieß wie die Stadt. Um Verwechslungen vorzubeugen, sollte die Stadt den Namen Stadacona erhalten (nach einer früheren Siedlung der Ureinwohner). Entsprechende Eingaben blieben jedoch erfolglos.
In älteren Dokumenten sind mehrere abweichende Schreibweisen zu finden: Quebecq (1601), Kébec (1609), Quebec (1613). Auch die Bezeichnung der Stadtbewohner nahm unterschiedliche Formen an: Kébécois (1935), Québeccois (1835), Quebecois (1754), Québécois (1775), Québecquois (1825), Québécuois (1910), Quebequois (1754) und auch Stadaconien. Durchgesetzt hat sich die Variante von 1775. Im Französischen unterscheidet man zwischen Stadt und Provinz, indem man bei letzterer den bestimmten Artikel le voranstellt.